Dokumente EU-rechtskonform auf macOS unterschreiben

Um durch die Digitalisierung schneller Abläufe abwickeln zu können, und um dem immer größer werdenden Bewusstsein für Umweltschutz (weniger Papierverbrauch und Postversand) zu begegnen, gibt es immer häufiger das Verlangen, Dokumente (PDF-Dateien) nur noch rein digital zu unterschreiben. Dafür hat die Europäische Union mit Ihrer EU-Verordnung 910/2014 die Rahmenbedingungen geschaffen.
Die Aionda GmbH nutzt als Basisbetriebsystem Apple macOS. Auch wir wollen schlanke Abläufe in unserem Unternehmen haben. Deshalb haben wir verschiedene Varianten der E-Signatur ausprobiert, und stellen nun eine vor, die am besten funktioniert hat.

Was ist die EU-Verordnung 910/2014?

Es handelt sich dabei um eine Richtlinie (auch im Zusammenhang mit dem Namen eIDAS) wie eine digitale rechtsgültige Unterschrift aussehen soll (genannt vollqualifizierte Unterschrift). Dabei gibt die Richtlinie vor, dass für die Unterschrift eine Zwei-Faktor-Authentifizierung stattfinden muss. Man kann also nicht voll automatisiert unterschreiben, bevor man als Mensch vorher diesen Prozess irgendwie genehmigt hat. Durch diese EU-Verordnung ist die Unterschrift in allen EU-Staaten rechtsgültig.

EU Vertrauenssiegel für qualifizierte Vertrauensdiensteanbieter

Einrichtung auf macOS

Die Aionda GmbH hat zahlreiche Programme getestet, und das Programm das uns am besten gefallen hat, war Sign Live CC. Es war das einzige Programm das überhaupt auf macOS fehlerfrei lief. Bei all den anderen Programmen hatten wir Abstürze. Leider gibt es Sign Live CC nur als Abonnement (eine Jahreslizenz). Läuft diese ab, kann man keine Dokumente mehr signieren. Der große Vorteil bei Sign Live CC liegt darin, dass man Dokumente Offline signieren kann. Damit hat man einen maximalen Datenschutz.

Sign Live CC bei der Auswahl vom Smartcard-Leser

Für die Zwei-Faktor-Authentifizierung ist noch ein externes Kartenlesegerät nötig. In unserem Fall ReinerSCT cyberJack® RFID komfort (USB).

ReinerSCT cyberJack® RFID komfort (USB)

Dazu wird noch eine Karte (Smartcard) für das ReinerSCT-Lesegerät benötigt. Diese enthält einen privaten kryptografischen Schlüssel, der von der EU signiert wurde, bzw. die Signatur muss von einer Instanz der Trust-Liste der Europäischen Union (EUTL) kommen. In unserem Fall haben wir die Karte D-TRUST Card 3.1 – qualifizierte Einzelsignaturkarte bei der deutschen Bundesdruckerei (D-Trust GmbH) gekauft. Die Firma D-Trust GmbH hat ein Root-Zertifikat in der EUTL-Liste hinterlegt. Die Karte ist 3 Jahre gültig.

D-TRUST Card 3.1 – qualifizierte Einzelsignaturkarte
Sign Live CC nachdem das Dokument unterschrieben wurde.

Adobe Acrobat Pro DC und Adobe Sign

Leider unterstützt (Stand 23.05.2019) Adobe Acrobat Pro DC unter macOS die Geräte der Firma ReinerSCT nicht. Wir haben bei unserer Recherche leider kein unterstützendes Gerät für Acrobat unter macOS gefunden. Wer Adobe Sign mit Acrobat Pro DC auf macOS nutzen möchte, muss sich bei einem Fernsignaturdienst registrieren. In Deutschland gibt es noch keinen, die Bundesdruckerei (D-Trust GmbH) baut zur Zeit einen, der dann mit Adobe Sign integriert werden soll. In der Zwischenzeit kann man sich aber kostengünstig bei einem Fernsignaturdienst eines anderen EU-Landes registrieren, schliesslich sind ja die Signaturen in allen EU-Staaten rechtsgültig, und somit kompatibel. Wir verwenden dafür die kostengünstige Variante vom italienischen eIDAS konformen Dienstleister Infocert. Leider hat sich herausgestellt, dass dieser wesentlich weniger sorgsamer die Daten pflegt als die Bundesdruckerei.

Adobe Acrobat Pro DC beim öffnen einer PDF-Datei mit einer digitalen EU rechtsgültigen Unterschrift.
Adobe Acrobat Pro DC: Beim Klick auf “Zertifikatdetails” wird nochmals bestätigt, dass die PDF-Datei vollqualifiziert nach EU-Verordnung 910/2014 digital unterschrieben wurde. Zusätzlich wird auch das eIDAS-Logo eingeblendet.

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Installing IMAP extension on PHP 7.2 on macOS High Sierra 10.13.6

IMAP extension is no more shipped since PHP 7.1 in the brew package because its considered to be unstable. However if you use it already, you probably need it in your development environment.

First become admin and install with brew PHP 7.2:
$ sudo su – admin
$ brew install [email protected]

Get PHP 7.2 source code which has included the IMAP module:

$ curl https://nc1.php.net/get/php-7.2.8.tar.gz/from/this/mirror > php_7.2.8.tar.gz
$ tar xfzv php_7.2.8.tar.gz
$ cd ext/imap
$ phpize
$ LDFLAGS=”-lssl -lcrypto” ./configure –with-kerberos
$ make
$ make install

# Now add the extension in your php.ini file:
$ vi /usr/loca/etc/php/7.2/php.ini

Add at the top of the file the following line:
extension=”imap.so”

 

Recruiting – Wo kommen nur die Fachkräfte her? (II)

Aktuelle Trends / Tendenzen / Entwicklungen in Personalbeschaffung und Bewerbung

In den letzten Jahren hat sich die Vorstellung davon, wie geeignete Mitarbeiter gefunden werden können, in jeder Hinsicht grundlegend gewandelt. Früher übliche Anwerbemethoden spielen heute fast keine Rolle mehr.

Dafür aber ist in den Unternehmen die Einsicht gewachsen, dass In Zeiten des demographischen Wandels und des Mangels an Fachkräften die Bildung einer positiven „Arbeitgebermarke“ und die Mitarbeiterbindung wichtigste Bestandteile sind, um auf dem Personalmarkt zu guten Ergebnissen zu kommen. Anders ausgedrückt: Nicht mehr nur die Bewerber für eine offene Stelle müssen sich von ihrer besten Seite zeigen, auch das Unternehmen muß das tun, um für mögliche Bewerber attraktiv zu sein. Mögliche Bewerber suchen sich heute ihr neues Unternehmen gerne nach Arbeitsbedingungen aus. Immer mehr Arbeitnehmer fordern die Möglichkeit eines Home-Offices oder von flexiblen Arbeitszeiten. Immer mehr Unternehmen reagieren auf diese Anforderungen.

Annoncen in Schriftmedien spielen bei der Personalsuche heute kaum noch eine Rolle. Auch die Möglichkeit einer Anzeige freier Stellen bei der Agentur für Arbeit wird nur selten wahrgenommen. Für die langfristige Deckung des Fachkräftebedarfs setzen viele Unternehmen auf eigene Ausbildungsmaßnahmen. Viele große Firmen haben auch bereits ein eigenes Recruiting-Center installiert, in dem ein Talent-Pool aufgebaut wird. Gerne werden auch Netzwerkkontakte der Mitarbeiter für die Personalsuche genutzt, oft mit dem Anreiz eines Bonus, wenn die Empfehlung eines Mitarbeiters dann auch wirklich zur Einstellung führt.

Immer häufiger zeigen Unternehmen ihre zu besetzenden Stellen online an. Den größten Stellenwert haben dabei die Unternehmens-Webseiten, gefolgt von Internet-Stellenbörsen. Zunehmend nutzen Unternehmen Social Media. Über XING, Linkedin und (seltener) Facebook veröffentlichen sie das Firmenprofil und offerieren Arbeitsangebote. Immer häufiger werden auch Karriere-Events für Studenten und / oder Absolventen genutzt, um geeignete Kandidaten (auch längerfristig) für bestimmte Arbeitsbereiche gewinnen zu können. Das geht mittlerweile vereinzelt bis zu „Recruitainment“-Veranstaltungen – ein ganz neuer Trend – mit denen vorwiegend jüngeren Fachkräften ein junges dynamisches Firmenprofil vermittelt und so ein Anreiz für einen Einstieg in dieses Unternehmen geschaffen werden soll.

Auch die Anforderungen an die Form der Bewerbungen haben sich in den letzten Jahren gewandelt. Immer häufiger werden Online-Bewerbungen gefordert, viele Unternehmen stellen Formularbewerbungen auf ihre Internetseiten. Früher übliche Bewerbungsmappen sind nicht mehr gefragt. Das klassische Anschreiben und ein lückenloser Lebenslauf werden immer unwichtiger.

Immer stärkere Bedeutung erhalten dagegen Kurzprofile, in denen Softskills wie Teamfähigkeit, Analysefähigkeit u.ä. eine große Rolle spielen, also Kompetenzen, die mit der geforderten Qualifikation zunächst nichts zu tun haben, die aber in der täglichen Arbeit für einen reibungslosen Ablauf wesentlich sind.

Recruiting – Wo kommen nur die Fachkräfte her? (I)

Das Ende des Vermittlungs-Monopols

In den kommenden Artikeln möchten wir uns mit dem Thema Recruiting beschäftigen. Denn festzustellen dass sehr viele IT-Spezialisten als Freiberufler arbeiten wirft doch die Fragen auf: Wie kommen die freiberuflich Tätigen an ihre Projekte? Und: Wie erfahren die Auftraggeber von den für ihr Projekt passenden Fachkräften?

Bis 1994 hatte in Deutschland das Arbeitsamt das Monopol für die Vermittlung von Arbeitsplätzen. Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs, das dieses Monopol als Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht ansah, bewirkte, dass die Vermittlung von Arbeitsplätzen nun auch von privaten Anbietern möglich war. In der Folge gründete sich eine Unmenge von vorwiegend Zeitarbeitsfirmen.

Dies hatte Auswirkungen vor allem für den regulären Arbeitsmarkt. Arbeitssuchende wandten sich sehr viel lieber an die privaten Vermittler, sahen sie dort doch eine weitaus höhere Erfolgschance auf einen neuen Arbeitsplatz. Aber in dieser Zeit entwickelte sich auch ein sogenannter „atypischer“ Arbeitsmarkt mit befristeten Arbeitsverhältnissen, Teilzeitbeschäftigungen und der Unterstützung der Gründung von Kleinstunternehmen.

Zeitgleich entwickelte sich die Informationstechnologie zu einem immer wichtigeren Wirtschaftsfaktor. Unternehmen suchten dringlichst nach Experten für ganz spezielle Problemlösungen. Studienabsolventen begannen auf freiberuflicher Basis Projekte zu bearbeiten – teils aus der Not geboren weil sie keine Festanstellung erringen konnten, teils aus Überzeugung.

Darauf reagierte auch der private Arbeitsvermittlungs-Markt. Einige Vermittler spezialisierten sich auf die Suche nach Fach- und Führungskräften. Andere begannen gezielt nach Freiberuflern mit Spezialkenntnissen zu suchen. Der Beruf des sogenannten „Headhunters“ wurde nun auch in Deutschland zum akzeptierten Metier. „Headhunter“ verstehen sich als Personalberater und bevorzugen diese Berufsbezeichnung.

Mit dieser Entwicklung einher ging und geht auch eine Veränderung sowohl im Einstellungsverhalten der Unternehmen als auch im Bewerbungsverhalten der potentiellen Mitarbeiter. In Zeiten eines Fachkräftemangels einerseits und einer Differenzierung und Spezialisierung gerade im IT-Bereich greifen althergebrachte Methoden der Mitarbeitersuche nicht mehr. Deshalb greifen immer mehr Unternehmen auf die Dienstleistung eines Personalberatungsunternehmens zurück.

Mittlerweile gibt es in Deutschland zwischen 5.000 und 6.000 Headhunter in etwa 2.000 Personalberatungsunternehmen, die sich inzwischen auf eine bestimmte Zielgruppe spezialisiert haben, im IT-Bereich teilweise sogar auf bestimmte Anwendungsfelder.

Eine Weiterentwicklung des Recruiting-Markts erfolgte dann durch die Verbreitung von Social Media Kanälen seit der Mitte der 2000er Jahre. Recruiting wurde nun globalisiert. Nicht selten sitzen nun die Headhunter für eine Projektstelle in einer deutschen Firma im europäischen Ausland, in den USA oder in Asien.